Kanani-Cats ha Jeruschalmi
Schwierigkeiten


Ich wollte niemals züchten. Ich verstehe nichts davon, habe einen Beruf der mich sehr in Anspruch nimmt. Außerdem hatte ich ja meine drei Kater-Kastraten. Wenn, ja wenn da nicht dieser halbwilde Kater gewesen wäre. Ihr kennt ihn schon aus den Introduktionen. Er war so schön wie noch keine Katze die ich besessen hatte. Wenn er sich nur hätte anfassen lassen, und nicht immer zurückgewichen wäre wenn ich ihm Futter gab, nicht berühren, sagte diese Bewegung. Dabei war ich ganz vernarrt in seine eleganten langen Beine, vernarrt in seine grünen Augen, wie Stachelbeeren oder Kiwifrüchte. Da wünschte ich mir Babys von ihm, zahme kleine Kätzchen zum liebhaben. Als ich das nächste Mal in Europa war brachte ich ihm eine Braut mit, eine Orientalisch Kurzhaar. Sie sah nicht aus wie er, aber ihr Körper, ihre Ohren, ihre langen Beine waren ein bisschen ähnlich. Sie lief nur völlig anders. Wie eine Dame mit Stöckel-Schuhen, eine Lady eben. Herr Kater hatte den Gang eines kleinen Leoparden.

Der Leopard umwarb die Lady, erst zierte sie sich etwas, aber dann unterlag sie seinem Charme. Ich harrte der Dinge die da kommen sollten. Es waren süße Kitten, natürlich! Sie sahen dem Kater ähnlich. Sie hatten seinen breiteren Kopf, seinen langen Körper.

Sie hatten seine Stachelbeer-Augen. Ja sie hatten sogar seine Ohrpinselchen. Ich war glücklich, bis ich sah......
sie waren fast so wild wie er. Sie ließen sich wohl gerne streicheln, sie schnurrten unter meinen Händen. Danach aber kletterten sie über jedes Hindernis. Sie wollten nicht in meinem Innenhof bleiben obwohl genug Platz war.   

Nein, so stellte ich mir zahme Katzen nicht vor. Ich hatte einen Fehler gemacht. Ich fing an Katzenbücher zu lesen. Ich lief durch Katzenausstellungen bis mir die Augen und die Füße weh taten.

Als ich vor einem Käfig mit Abessiniern stand, da war ich sicher, hier war die Katze die ich einkreuzen musste. Die Köpfe mit den großen Ohren waren jedenfalls genau richtig. Eine erfahrene Züchterin gab mir die Adresse. So kam ich denn mit meiner rolligen
Katze nach Deutschland. Der Kater war wunderschön, der Kater war sehr lieb. Aber dieses wilde Ungetüm aus Jerusalem, das wollte er nicht decken. Die kratzte und fauchte ja nur! Ich war verzweifelt! Da nahm der Kater - Besitzer meine Katze und klemmte sie fest unter seinen Arm.
Der Kater schnüffelte ungestört an der Rückseite der Katze, und er deckte sie! Die Menschen atmeten alle auf, ich flog zurück mit meiner Katze. Abermals wartete ich auf den großen Tag. Der kam. Aber wieso hatte meine Katze auch nicht ein Kitten mit Tupfen? Hatte ich schon wieder einen Fehler gemacht? Nun MUSSTE ich Genetik lernen. Mir brummte der Kopf doch ich wusste nun wie ich die verlorenen Tupfen zurück bekommen konnte. Es ging, sonst gäbe es keine getupften Kanaanis.

Nun will ich nicht alle Schwierigkeiten hier aufzählen, das wäre ein bisschen viel für meine Seite. Aber ein Beispiel dafür was so passiern kann will ich doch noch zeigen.

Dieser Wurf hier ist von Buba gewesen, wohlgemerkt, es war nur ein Kater beteiligt. Die zwei Katerchen sind getickt. Einer genetisch Rot, der zweite Chocolate und das Mädchen wuchs sich zu einer perfekt getupften Katze aus. Sieht das nicht witzig aus?

Leider machen mir jetzt Züchter Schwierigkeiten, Trittbrettfahrer, obwohl die Rasse noch kaum bekannt ist. Seien Sie vorsichtig wenn Sie eine Kanaani erwerben wollen. Wenn nicht mindestens zwei Tiere im Stammbaum, ein Kater und eine Katze, aus der Cattery Ha Jeruschalmi stammen, handelt es sich NICHT um eine Kanaani. Ohne Stammbaum sollten Sie ohnehin keine Rassekatze kaufen. Da ist immer etwas faul!!